Die Lockdown-Tagebücher

Auch das Projektseminar des Medientheaters der Humboldt-Universität musste in diesem Sommer in den virtuellen Raum verlegt werden. Zum Ende des Semesters lädt es nun zu einer Online-Performance ein. Eine Zoom-Galerie mit 13 isolierten Studierenden der Medienwissenschaft und ihren Videobeiträgen über das Leben in Corona-Zeiten. 

Am Dienstag, 14. Juli 2020, 20:00 Uhr. Link.

Mit Chang Yen-Chen, Desislava Doychinova, Anna-Sophia Emminger, Laura Elisa Friedrich Garcia-Salmones, Katharina Korb, Monique Krüger, Mengxi Lyu, Oleksandra Pasichnyk, Céline Prohaska-Schulz, Julien Siemann, Johannes Simon Roth, Walter Schilling, Junghee Yoon. 

Leitung: Dr. Florian Leitner, Martin Meier

Scenes of Media Theater

10.-13.07.2018 //
International Workshop

Throughout the last five semesters, the works developed and presented in the Medientheater at Humboldt-Universität (HU) have taken a radically open perspective. Rather than being based on a predefined notion of “media theater” they have repeatedly raised a question: What could “media theater” be(come)?

This question is now being addressed in the ongoing collaboration of the Medientheater and the Cinema and Arts Spaces at Universidade de São Paulo (USP). The project started in March 2018 with workshops in Porto Alegre and São Paulo, and continues this July with a workshop in Berlin. Within our joint research we are examining the variety of insights that remain inaccessible to purely theoretical forms of research, but can be gained from an artistic involvement with the culture and technology of historical and contemporary media.

Weiterlesen

“Hello, I’m Eliza”. Zum 50. Geburtstag ein Chatbots

Sonntag, 02.10.2016 //
Conference  – Lectures, Memory, Performance, Science Fiction Theater

Als Joseph Weizenbaum sein zwischen 1964 und 1966 am KI-Labor des MIT entwickeltes Programm “ELIZA” vorstellte, hatte er eigentlich genau das Gegenteil von dem im Sinn, was daraufhin geschah: “ELIZA” sollte zeigen, dass künstliche Intelligenz allenfalls eine Parodie menschlicher Intelligenz sein kann und schlimmstenfalls in einen Zynismus mündet, der menschliche Kommunikationspartner durch oberflächlich agierende Chatsysteme ersetzt. Seine künstliche Psychotherapeutin “ELIZA DOCTOR” wurde dann jedoch ernsthaft in der Therapie eingesetzt und so kam ein Stein ins Rollen, der das Programm bis heute zu einem wichtigen Markstein der KI-Forschung macht. “ELIZA” wurde modifiziert, in zahlreiche andere Programmiersprachen übersetzt und zum Gegenstand von medienkritischen Diskursen, Kunstprojekten und Programmierlern-Workshops. Auf unserer Kurztagung wollen wir die Geschichte des Programms, seine Codes, Protagonisten und den technik- und zeithistorischen Kontext noch einmal Revue passieren lassen und haben dazu sowohl Zeitzeugen und Freunde Joseph Weizenbaums eingeladen als auch Forscher, die sich der Computergeschichte, der Beziehung zwischen Philosophie und künstlicher Intelligenz widmen und Künstler, die zeigen, wohin sich “ELIZA” heute entwickelt hat.

 

Weiterlesen