Stimmen aus dem Off. Performative Versuche im Medientheater

Tuesday, 09.07.2019 //
Performance Projects by Students

Stimmen aus dem Off versammelt studentische Arbeiten, die im Sommersemester 2019 im Rahmen des Projektseminars im Medientheater der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden sind. Sechs Performances mit und über Off-Stimmen thematisieren die zeitgenössische medientechnische Welt, in welcher körperlose Stimmen immer häufiger erklingen – live und reproduziert, digital und analog, telefonisch und virtuell. Die Off-Stimmen aus dem Medientheater erscheinen dabei als experimentelle künstlerische Mittel, die Bühnenräume ausweiten, Bildwahrnehmungen brechen und zur stimmlichen Interaktion bewegen können.
 
Arbeiten von Louisa Boettcher, Maria Ovcharenko, Teresa Siebert, Nicola Techel, Theresa Theuerkauf, Paulina Weiner
 
Leitung: Jule Gorke, Lotte Schüßler, Marie Weich / hannsjana

Scenes of Media Theater

10.-13.07.2018 //
International Workshop

Throughout the last five semesters, the works developed and presented in the Medientheater at Humboldt-Universität (HU) have taken a radically open perspective. Rather than being based on a predefined notion of “media theater” they have repeatedly raised a question: What could “media theater” be(come)?

This question is now being addressed in the ongoing collaboration of the Medientheater and the Cinema and Arts Spaces at Universidade de São Paulo (USP). The project started in March 2018 with workshops in Porto Alegre and São Paulo, and continues this July with a workshop in Berlin. Within our joint research we are examining the variety of insights that remain inaccessible to purely theoretical forms of research, but can be gained from an artistic involvement with the culture and technology of historical and contemporary media.

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Die Fußgängerzone im Medientheater

Saturday, 03.02.2018 //
Project Presentation, directed by Veit Güssow

Wer durch eine volle Fußgängerzone spaziert, wird sich zuweilen wundern: Woher wissen die Menschen, wer wem ausweichen wird? Und wenn die Verständigung misslingt? Dann wird es amüsant oder aggressiv. Die Präsentation setzt sich in mehreren Arbeiten von Studierenden mit dem Phänomen des dynamischen Statusverhaltens von Menschen auseinander, auf der Bühne und im Leben. Wir laden Sie herzlich ein zu der Abschlusspräsentation des Projektseminars „Die Fußgängerzone im Medientheater – dynamischer Status intermedial“ im Studiengang Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Gezeigt wird eine medientheatrale, teils inszenierte, teils performativ improvisierte Lecture-Performance. Das Format ist ein offenes Experiment zwischen inhaltlicher Veranschaulichung und ästhetischer Unterhaltung.

Writing as Performing Pop

Sunday, 03.12.2017 //
Panel Discussion with Simon Reynolds, Sonja Eismann and Bodo Mrozek

Der Popmusikjournalist und Autor Simon Reynolds wird dem Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft einen Besuch abstatten. Der gebürtige Londoner ist einer der erfolgreichsten Popmusikjournalisten unserer Tage. Er schreibt u. a. für den New Yorker, The Wire, Village Voice oder Uncut, betreibt seit 2002 den Blog Blissout und ist Autor von Generation Ecstasy (1998), Rip It Up And Start Again (2007), Retromania (2012) u.v.m. Einen Tag vor der Präsentation seines neuesten Buches (Shock and Awe: Glam Rock and ist Legacy) im HAU spricht er mit uns über das Thema „Writing as Performing Pop“. Als Gesprächspartner*in haben wir die Herausgeberin des Missy Magazines, Sonja Eismann, und den Pop-Historiker Bodo Mrozek (ZZF Potsdam) eingeladen. Simon Reynolds, Sonja Eismann, Bodo Mrozek – drei Autor*innen, drei Settings, drei Positionen, aber alle drei haben einen Gegenstand. Sie schreiben über Popmusik, schreiben (über) Popmusikgeschichte.

 

 

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Umschreibungen

Friday, 10.11.2017 – Sunday, 12.11.2017 //
Workshop, organized by Stefanie Mathilde Frank and Olaf Möller 

„Geliebt und verdrängt“, die Retrospektive des Internationalen Filmfestivals Locarno 2016, ist 2017 im Zeughauskino zu Gast. „Umschreibungen“, das letzte Programm des Jahres, meint u.a. Eingriffe in Filme – Zensur ebenso wie etwa Versuche von Verleihern, Werke aus anderen Ländern für den westdeutschen Markt inhaltlich oder formal akzeptabler zu machen. Zu den Filmen und Einführungsvorträgen findet ein Workshop statt, in dem Filme und Themen – um die Ecke – weiter diskutiert werden. Wir laden herzlich ein, die Einzelbeobachtungen thematisch zu erweitern und zu präzisieren, Fragen zu diskutieren und in größere Forschungszusammenhänge zum westdeutschen Kino der 1950er Jahre zu stellen.

Konzept Medientheater III

Tuesday, 18.07.2017 //
Performance Projects by Students, directed by Florian Leitner

Summertide. Von Tamara Meyer. Eine filmische Hommage an Berlin, in der das Sommergefühl der Stadt an bekannten Orten eingefangen wird – weitestgehend gedreht in 18mm Weitwinkel und in Frosch- oder Vogelperspektive.

Um Präsenz zu gewinnen. Von João da Mata. Menschen besitzen keinen getakteten Zeitsinn, sondern nehmen die Dauer jedes Ereignisses subjektiv wahr. In dieser Trommel-Performance wird die Frage gestellt, inwiefern die Anwesenheit technischer Medien auf die menschliche Zeiterfahrung einwirkt.

[ESC] Von Kristina Akopova, Sina Dehner, Florentina Finke, Anne Horn, Julia Meisner, Yana Neff, Tony Schönberg, Lucas Ullrich und Jiaqi Wen. Realität = Realität? Lost im Medientheater stößt der Protagonist in dieser hybriden live-medialen Performance an die Grenzen seiner Rationalität. Reale Welt trifft auf Medienwelt trifft auf Gedankenwelt. Wo geht’s hier eigentlich raus?

Konzept Medientheater II

Tuesday, 14.02.2017 //
Performance Projects by Students, directed by Florian Leitner

Seven sins von Leila Kulik & Victoria Shefer
Die Sucht nach der Erlösung vom sündhaften Leben und der ehrfurchtsvolle Tod danach – dies wäre zu langweilig um wahrhaft zu sein. Die Sündenmaschine funktioniert viel spaßhafter… und viel zynischer.

Plastic Sun von Saskia Körner, Sylvie Weisshäupl & Philipp Wernick
“Elektrisches Licht ist reine Information. Es ist gewissermaßen ein Medium ohne Botschaft, wenn es nicht gerade dazu verwendet wird, einen Werbetext Buchstabe um Buchstabe auszustrahlen. ” (Marshall McLuhan)

My digital identity von Sascha Antschak & Mariya Hristova.
Nach ihrem zufälligen Kennenlernen versuchen Donald und Hikary, im Netz mehr über den jeweils anderen herauszufinden. Donald trifft das digitale Ich von Hikary, Hikary trifft das digitale Ich von Donald.

On Transmission

Tuesday, 07.02.2017 //
Performance by Marcus Bastos

How does radio, TV and MIDI transmits their signals? What does their modes of transmission teaches us about broadcast and network cultures? Are their signals related or different? Do this similarities or differences explain modes of transmission in their epochs? Or show more similarities than differences between analog and digital modes of transmission?

The piece explores the relationship of analog and digital signals, aiming to depict a lacunar archeology of transmission. The immediacy of radio transmission transduced into sound. The latency of TV broadcast shattered through spatial montage. The micro temporalities of the digital explored as fast swapping of present and its very immediate pasts and presents. It will be presented in the form a lecture-performance, as a way to research formats of knowledge production that bridge verbal and non-verbal, artist and theoretical.

Berlin. Gestern und Heute – Sieben Tage auf der Straße

Dienstag, 07.02.2017 //
Audiovisual Installation by Natalia Aly

We live in a world of random and ephemeral information that decontextualizes time. We live in a time of forgetfulness. This audiovisual piece is about the common memory, forgotten in time. “Berlin. Gestern und Heute” proposes, through familiar images of everyday life, to observe the unobserved. During seven days the project was recorded on the streets, seeking to compare Berlin of “yesterday” (past) and today (present). It is a “ready-made” cinematic project that mixes realities from different times of the same city. A true metamorphosis of time and space and an archeology of urban memory.

“Hello, I’m Eliza”. Zum 50. Geburtstag ein Chatbots

Sonntag, 02.10.2016 //
Conference  – Lectures, Memory, Performance, Science Fiction Theater

Als Joseph Weizenbaum sein zwischen 1964 und 1966 am KI-Labor des MIT entwickeltes Programm “ELIZA” vorstellte, hatte er eigentlich genau das Gegenteil von dem im Sinn, was daraufhin geschah: “ELIZA” sollte zeigen, dass künstliche Intelligenz allenfalls eine Parodie menschlicher Intelligenz sein kann und schlimmstenfalls in einen Zynismus mündet, der menschliche Kommunikationspartner durch oberflächlich agierende Chatsysteme ersetzt. Seine künstliche Psychotherapeutin “ELIZA DOCTOR” wurde dann jedoch ernsthaft in der Therapie eingesetzt und so kam ein Stein ins Rollen, der das Programm bis heute zu einem wichtigen Markstein der KI-Forschung macht. “ELIZA” wurde modifiziert, in zahlreiche andere Programmiersprachen übersetzt und zum Gegenstand von medienkritischen Diskursen, Kunstprojekten und Programmierlern-Workshops. Auf unserer Kurztagung wollen wir die Geschichte des Programms, seine Codes, Protagonisten und den technik- und zeithistorischen Kontext noch einmal Revue passieren lassen und haben dazu sowohl Zeitzeugen und Freunde Joseph Weizenbaums eingeladen als auch Forscher, die sich der Computergeschichte, der Beziehung zwischen Philosophie und künstlicher Intelligenz widmen und Künstler, die zeigen, wohin sich “ELIZA” heute entwickelt hat.

 

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Konzept Medientheater I

Tuesday, 12.07.2016 //
Five Presentations of Student Works at the Medientheater, directed by Florian Leitner

#S.T.A.C.I.E. Von Paula Bender, Simon Reuter, Scarlet Rojas Diaz und Judith Wegner. Tag 111 nach Tay – wie können wir mit künstlicher Intelligenz noch kommunizieren? Eine Fallstudie im Stile des dokumentarischen Medientheaters.

Textiles Rauschen. Von Marleen Radenberg. Während Modetrends beständig wechseln, mangelt es immer noch an Transparenz hinsichtlich der Herkunft unserer Kleidung. Die Video- und Soundinstallation fragt nach den moralischen Leerstellen einer globalisierten Textilindustrie.

One Girl, one Song, one Smartphone. Von Leonore Bartsch. Die digitale Revolution verschiebt die Grenzen musikalischer Produktion – bis hinein in die Hosentaschen der Gesellschaft, denn Smartphones sind auch kleine Tonstudios. Bieten entsprechende Apps eine Möglichkeit zu musizieren, ohne ein Instrument zu spielen? Können sie einen “authentischen” Sound kreieren? Lässt sich mit einem Smartphone und zwei Stimmbändern ein veritabler Pop-Song einspielen – live auf der Bühne des Medientheaters?

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